Thermalwasser: Wirkstoffe und Wirkungen

Die Wellness-Hotels in Japan sind keine Kureinrichtungen, sondern dienen der Erholung und der Entspannung. Im Unterschied zu den europäischen Thermalbädern, liegt die Temperatur des Thermalwassers zwischen 38-42 Grad und enthält das Wasser Mineralien und sonstige Wirkstoffe in konzertrierter Menge, deshalb sind sie auch als Kurorte sehr beliebt.
Die besten heißen Quellen in Japan sind die in Noboribetsu auf Hokkaidō. Aus den vulkanischen Felsen von Noboribetsu brechen elf Sorten des Thermalwassers hervor.

Sie haben die folgenden Wirkstoffe und Wirkungen:

1) 硫黄泉 (iōsen): Schwefel – gegen Arterienverkalkung und chronische Bronchitis
2) 食塩泉 (shokuensen): Salz – gegen nervöse Beschwerden, Kreuzschmerzen, für Verbesserung des Blutkreislaufs
3) 明礬泉 (myōbansen): Alaun (= Kalium-Aluminium-Sulfat) – für die Verjüngung der Haut
4) 芒硝泉 (bōshōsen): Natronsulfat – gegen hohen Blutdruck und Arterienverkalkung
5) 石膏泉 (sekkōsen): Gips – wie 4.
6) 苦味泉 (kumisen): Magnesiumsulfat – wie 4.
7) 緑礬泉 (ryokubansen): Eisenvitriol – gegen Ekzem, Hautausschläge und Blutarmut
8) 鉄泉 (tessen): Eisen – wie 7.
9) 酸性泉 (sanseisen): saure Quellen – gegen Hautbeschwerden
10) 重曹泉 (jūsōsen): doppelkohlensaure Quellen – für die Verjüngung der Haut (= „Quelle der schönen Frauen”)
11) 放射能泉 (hōshanōsen): radioaktive Quellen – gegen nervöse Beschwerden und Rheuma

Für wen sind die Thermalbäder von Hokkaidō zu empfehlen?
• die abnehmen wollen,
• die ihre rheumatischen Beschwerden loswerden wollen,
• die die Verjüngung ihrer Haut wünschen und wenige Falten haben möchten,
• die von ihrem Streß befreit werden wollen,
• die eine exotische Badekultur kennenlernen möchten.